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Geschichtliche Entwicklung des Flecken Aerzen

12. bis 13. Jahrhundert Erste Erwähnung Aerzens als Artlissen.
1122 war die Herrschaft Aerzen im Besitz eines Konrad von Everstein und blieb Jahrhunderte in der Hand der Eversteiner Grafen
(Hauptsitz Polle).
1408

Nach dem Eversteiner Erbfolgekrieg gelangte Aerzen an die Welfenherzöge von Braunschweig-Lüneburg. Diese verpfändeten Aerzen an die Hildesheimer Bischöfe.

1508

Weitergabe des Pfandes an Stats von Münchhausen und Heinrich von Hardenberg.

1518 wurde Stats von Münchhausen bei einer Pfandauseinandersetzung ermordet.
1518-1523 Hildesheimer Stiftsfehde aufgrund dieser Ermordung.
1530 nimmt Herzog Erich I. von Calenberg Aerzen wieder in Besitz für die Welfen (sein Wappen ist über der Tür im Nordflügel der Burg angebracht).
1557

ist Hilma von Münchhausen als Sohn von Stats von Münchhausen wieder im Pfandbesitz Aerzens. Er ist einer der reichsten Söldnerführer seiner Zeit.

1561

lässt er eine 50m lange und 16m hohe Zehntscheune auf dem Amtgelande errichten (Abriß 1969 und Wiederaufbau 1980 als Eingangsgebäude im Museumsdorf Cloppendorf ).

1570 erbaut Hilma das dreiflügelige Schloß in Schwöbber.
1642

wurde Aerzen von der durchziehenden Weimarschen Reiterei gebrandschatzt. In nur einer Nacht brannten 66 Wohnhäuser, die Kirche, die Schule, die Burg, viele Scheunen und Speicher nieder (Inschrift in einem Balken am Burgeingang).

1660

mussten die Herren von Münchhausen die Pfandherrschaft Aerzen abgeben. Der Amtshof wurde Staatsgut und von Pächtern als  Domäne bewirtschaftet.

1966

Auflösung der Domäne und Übergabe des Geländes an die Gemeinde. Darauf wurden ein Schulzentrum, zwei Sporthallen, ein Freibad, ein Hallenbad, eine Reithalle und ein Stadion errichtet, die dem Ort Aerzen einen beachtenswerten Freizeitwert geben. Auch sind mancher malerischer Winkel, manches schöne Fachwerkhaus Zeugen  einer bewegten Vergangenheit Aerzens.